Bericht zur Weihnachtsfeier Gemeinde Giesing 1.12.2013

"Bruder Heider":

Bereits die vergangenen Tage waren geprägt von Vorweihnachtsstimmung … die leckersten Weihnachtskekse unbedingt probieren … bei frostigen Temperaturen heißen Glühwein auf den Weihnachtsmarkt trinken … heute nun endlich das 1. Kalendertürchen öffnen … und nun die Weihnachtsfeier unserer Gemeinde Giesing.

Unser lieber Vorsteher beendet den Vormittagsgottesdienst mit den freudigen und erwartungsvollen Worten: „Freut Euch auf den Nachmittag, die Weihnachtsfeier wird Anders.“

Meine Erwartung und die Vorfreude steigen. Meine liebe Familie konnte ich scheinbar auch schon anstecken, denn sie ziehen in Erwägung die Weihnachtsfeier sich nicht entgehen zu lassen, trotz kränklicher Schwächelei‘n unseres kleinen Sohnes an diesem 1. Adventswochenende…

 Weihnachtsfeier Giesing 2013

Die erste Warmherzigkeit erlebe ich bereits vor Betreten unseres Gotteshauses. Ich beobachte wie eine junge, ehemalige Glaubensschwester unserer Gemeinde und ihr scheinbar lange nicht gesehener Bruder sich voller Freude in die Arme fallen und in diesem Zustand etwas verweilen. Ich bin gerührt und freue mich auf weitere so schöne Erlebnisse …

Auch in der bereits gefüllten Kirche ist viel von Vorfreude auf die Weihnachtsfeier zu spüren. Was wird uns wohl erwarten – der Altar ist weihnachtlich geschmückt und es liegen sogar Geschenke unter dem schönen Weihnachtsbaum , die Kinder sitzen mit ihren selbstgebauten Musikinstrumenten in den ersten Reihen und lassen, vor lauter Ungeduld, spielerisch vereinzelt leise Töne erklingen, die nun immer lauter werden und somit den "jährlichen Weihnachtstumult" in eine ohrenbetäubende Geräuschkulisse fassen. Eine ganz schwarz gekleidete Glaubensschwester, die scheinbar den Weihnachtslärm nicht mehr erträgt, irrt merkwürdig im Kirchensaal herum.

Ich mache mir nun langsam ernsthafte Sorgen und überlege, ob ich eingreifen und einen Notarzt rufen sollte, denn einen eleptischen Anfall habe ich hier in der Kirche schon mal miterleben müssen. Glücklicherweise, wenn auch noch etwas merkwürdig, setzt sich die Jugendliche nun auf den Tisch, sodass die Angst eines Anfalles nun nicht mehr begründet zu sein scheint. Puuuuuhhh. Eins ist nun klar, der Vorsteher hat nicht übertrieben, die Überraschung war sehr hoch und erleichternd zugleich...

Der schwarz gekleideten Jugendlichen konnte innerhalb von 1,5 Stunden geholfen werden, indem ihr das "Licht" (Eingangslied Nr. 99 „Licht vom Licht erleuchte mich“) näher gebracht wurde - mittels sehr vieler "erleuchtender" Licht-Beiträge von nahezu fast aller anwesenden Gemeindemitgliedern in Form von Botschaften, Lichtshows mit Wow-Effekt, Gesänge und Gags. Mit zunehmender Anzahl von Beiträge (wie bspw. Astronomin, Regenbogenschauspiel, Weihnachtsbeleuchtung, Elektriker, Engel der Dankbarkeit, 4 Kerzen, Bibelzitat, Gospellieder, usw.) kam auch mehr Licht ins Dunkel der anfangs noch dunkel, nun aber immer heller gekleidete Jugendlichen. Im Ergebnis konnte am Ende sehr viel Lebensfreude und Dankbarkeit im Herzen dargestellt werden, dass optisch in Form eines Lichtermeeres (unzählbar viele wunderschöne Kerzenlichter vor dem Altar) allen Anwesenden mitgegeben wurde.

Auch unsere Kleinen kamen nicht zu kurz, denn am Ende fand auch eine Bescherung für sie statt und das 23 Tage vor Weihnachten. Ähnlich erging es unseren älteren Geschwistern. Für die gesamte Gemeinde gab es nach dem Schlussgebet ein herzliches Miteinander mit Kaffee, Kuchen, Würstchen, Brot, Süßes usw.

 

Ich bin nun schon gespannt, was die nächste Weihnachtsfeier erwarten läßt, denn nach der Weihnachtsfeier ist vor der Weihnachtsfeier.

 

Vielen Dank an Alle Mitwirkenden.

Es ist schön diese Lichter in der Gemeinde zu haben.