Chronik

Auszug aus der Chronik der Gemeinde München-Giesing

 

Die Geschichte der Neuapostolischen Kirche in München geht bis in das Jahr 1896 zurück.

Valentin Christian Schmidt, der bei seinem Vater in München das Schneider-handwerk erlernt hatte, lernte auf seiner Wanderschaft in Braunschweig die Neuapostolische Kirche kennen und wurde 1895 dort durch Stammapostel Krebs versiegelt. Von ihm erhielt der damals 26jährige Bruder Schmidt den Auftrag, nach München zurückzukehren, um dort vom Werke Gottes zu zeugen.

Diese Arbeit begann unser Bruder Schmidt mit Geduld und großer Ausdauer im Vertrauen zu Gott. Bald reiften die ersten Früchte, und Stammapostel Krebs konnte am 5. Mai 1896 in Augsburg die ersten Seelen für München versiegeln und Bruder Schmidt das Unterdiakonenamt anvertrauen.

Alsbald hielt der junge Amtsbruder in der Schneiderwerkstatt seiner Wohnung in München-Giesing, Adventinstraße, und später am Edlingerplatz Hausandachten ab.

Im Mai 2011 waren es 115 Jahre, dass unser Bruder Valentin Christian Schmidt, der später im Hirtenamt diente, in München den ersten Glaubenssamen ausstreute.

Heute ist daraus ein staatlicher Baum mit vielen Zweigen geworden.

kirchenbau

Im Stadtteil München-Giesing, wo am Ende des vergangenen Jahrhunderts Vater Schmidt in seiner Schneiderwerkstatt die ersten Seelen für die Neuapostolische Kirche sammelte, ist 1951 auch eine Zweiggemeinde entstanden.

 19. Juli 1951: Gründung der Gemeinde München-Giesing

Der damalige Bischof Startz gab dem im Oktober 1949 eingesetzten Priester Leonhard Trautwein den Auftrag, in seinem Wohnviertel Giesing/Harlaching eine geeignete Versammlungsstätte für die dort wohnenden Geschwister und Gäste zu suchen. Nach mehreren fehlgeschlagenen Versuchen, gelang es, ein Nebenzimmer der „Giesinger Bergstuben“ in der Bergstraße 5 zu mieten.

bergstrasse5

Am Donnerstagabend, dem 19. Juli 1951, hielt Bezirksevangelist Georg Hildebrand mit Priester Trautwein dort den ersten Gottesdienst. 48 Geschwister und 11 Gäste waren gekommen! Dem denkwürdigen Gästegottesdienst lag das Textwort aus Epheser 4, 11-13 zugrunde: „Und er hat einige als Apostel eingesetzt, einige als Propheten, einige als Evangelisten, einige als Hirten und Lehrer…“

In der ersten Zeit fanden in München-Giesing die Gottesdienste nur wochentags statt. Der Bezirksevangelist betreute in den ersten Wochen fast jeden Donnerstag die junge Gemeinde. Später fanden dann die Gottesdienste beim „Giesinger Weinbauern“, Weinbauernstraße, und danach in der Turnbaracke des Giesinger Sportvereins am St. Martinsplatz  statt. Unter großen Opfern und manchen Bedrängnissen haben die Brüder und Geschwister die Gemeinde aufgebaut, so dass nach kurzer Zeit 70 Geschwister und eine Anzahl Gäste die mittlerweile zweimal in der Woche stattfindenden Gottesdienste besuchten. Am Ende des Jahres waren neben dem Vorsteher Priester Trautwein die im November 1951 eingesetzten Diakone Karl Huber und Willy Anderl sowie Diakon Kussin als Amtsträger in der Gemeinde tätig.

Besondere Gottesdienste erlebte die Gemeinde München-Giesing durch die Besuche der damaligen Segensträger  –u.a . Bezirksapostel Eugen Startz, Bischof Georg Bahmann ,und Bezirksältester Georg Hildebrand und wuchs bis zum Jahr 1960 auf über 230 Gemeindemitglieder an.

 

Die neue Kirche – 31. August 1962      Plecherstrasse4

Nach 14-monatiger Bauzeit wurde am 31. August 1962 in der Plecherstr. 4 eine neue Kirche für die Gemeinde München-Giesing durch Bezirksapostel Startz eingeweiht. Dem Festgottesdienst lag das Textwort aus 1. Mose 4,4: …und der Herr sah gnädig an Abel und sein Opfer.“ 800 Festeilnehmer erlebten diese freudige Ereignis.

Nach ca. 30 Jahren wurde die Kirche in den Jahren 1990-1992 nochmals grundlegend umgebaut. Besonderer Höhepunkt war der Besuch von Stammapostel Fehr in der in neuem Glanz erstrahlten Kirche.

 

Die Vorsteher der Gemeinde

Nach dem Hirten Trautwein 1951 – 1983 haben folgende Vorsteher der Gemeinde München-Giesing gedient:

1983 – 1984

Hirte Siegried Becker (Bezirksältester i.R.)

1984 – 1986

Hirte Dieter Prause (Apostel)

1986 – 2009

Hirte Bruno König

2009 - heute

Hirte Heiko Felkeneyer

Ganz besonders geprägt haben den Bezirk München-Süd und die Gemeinde München-Giesing in den vergangenen Jahrzehnten der Bezirksapostel Startz, Apostel Hepp, Apostel Zenker, Bischof Neitzke, Schulz, die Bezirksältesten Hildebrand, Sponsel, Marten, die Bezirksevangelisten Schneider, Göller, Evangelist Buch und viele weitere Amtsträger.

Wir blicken mit großer Dankbarkeit auf die Arbeit der Glaubenspioniere und fühlen uns den bereits heimgegangenen Brüdern und Geschwistern ganz besonders nahe.

 

München-Giesing im Jahr 2014

Eine Gemeinde mit über über 200 aktiven Mitgliedern, 19 Amtsträgern, einer großen lebendigen Jugend, fröhlichen Kindern, liebenswerten älteren Geschwistern und vielen aktiv mitarbeitenden Geschwistern im mittleren Alter.

Der Chor, die Organisten und die Instrumentalisten bereichern mit Ihren Gaben jeden Gottesdienst.

 

Jesaja 60, 1: „Mache dich auf, werde Licht; denn dein Licht kommt, und die    
                        Herrlichkeit des Herrn geht auf über dir!“